Samstag, 23. März 2013

Israel - Türkei - Kurdistan 2013

Israel entschuldigt sich plötzlich aus heiterem Himmel bei dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan für die Attacke auf die Gaza-Aktivisten vor zwei Jahren. Obama hat sich sehr dafür engagiert und dafür gesorgt, daß die offizielle Entschuldigung unter großem Tam-Tam international bekannt wird.  

Ich nehme an, daß dies eine Art Belohnung ist für die in den letzten Jahren von Erdogan geleisteten Dienste sowie ein Ansporn für Verschiedenes, das man in den nächsten Monaten noch von ihm erwarten dürfte. 

Ein großes Nahostprojekt, dessen zweiter Chef Erdogan ist, scheint sich unaufhaltsam zu verwirklichen. Ob zuerst Syrien oder zuerst der Iran angegriffen wird kann ich leider nicht genau voraussagen; die Flut täglich neuer, der aktuellen Situation angepaßter Ereignisse machen die Voraussagen ganz schön schwer. 

Nicht zu übersehen ist, daß – wie bereits 2010 von mir vorausgesagt – die Südost-Türkei bald der Geschichte angehören wird,  bald unter der Führung  von PKK Führer Abdullah Öcalan  und der Regie von Israel ein Großkurdistan am Entstehen ist.


Wobei ich nicht glaube, daß Erdogan mittelfristig als Politiker noch eine wichtige Rolle spielen wird. Auch dies habe ich 2007 vorausgesagt. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen Abdullah Gül und Erdogan werden zugunsten von Gül entschieden: Gül also, der bei islamistischen Drahtziehern für seine zur Schau getragene „Gelassenheit“ sich stärkerer Beliebtheit erfreut.

Genießen wir noch die letzten ruhigen Tage vor dem Nahostgewitter, dessen Sturmböen auch in Europa – in Form von einsetzendem Kampf der Kulturen – zu bemerken sein werden.


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